Promotion von STUVA-Mitarbeiter Dirk Boenke
Kategorie: Über STUVA...Von: Stefanie Posch
Durch die erfolgreich abgelegte Prüfung am 15.12.2010 erlangte Herr Dr.-Ing. Dirk Boenke seinen Doktortitel der Ingenieurwissenschaften. In seiner Dissertation mit dem Thema "Neue Methoden zur Sicherung der Mobilität älterer Menschen im Straßenverkehr" erarbeitete er Handlungsempfehlungen für eine generationengerechte Verkehrsplanung auf kommunaler Ebene.
Die Mobilität älterer Menschen gewinnt aufgrund demografischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Bei der Planung von Verkehrsräumen ist deshalb zu berücksichtigen, dass ältere Menschen überdurchschnittlich häufig mit Einschränkungen konfrontiert sind, die Auswirkungen auf ihre Mobilität haben. Und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Beeinträchtigungen die Mobilität weiter einschränken.
Die Gesetzgebung verlangt, dass die Bedürfnisse aller Menschen bei der Nutzung des Straßenraumes berücksichtigt werden. So wird in den Behindertengleichstellungsgesetzen auf Bundes- und auf Länderebene sowie in den davon beeinflussten Gesetzen gefordert, eine leichte und sichere Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der gestalteten Lebensbereiche für alle Menschen zu ermöglichen.
Die Analyse des Status quo mit näherer Betrachtung derzeitiger Planungsprozesse zeigte jedoch, dass bei der Straßenplanung und beim Straßenbetrieb derzeit noch Wissen und Erfahrung fehlen, um generationengerechte Gestaltungslösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Dissertation baute Boenke auf Teilergebnissen des Forschungsvorhabens "Mobilitätssicherung älterer Menschen im Straßenverkehr" auf, das im Auftrag der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, Hilden, vom Autor maßgeblich bearbeitet wurde.
Das Thema der Promotionsschrift ist auch eines von Boenkes Fachgebieten bei der STUVA. Als Gruppenleiter in der Abteilung "Verkehr und Umwelt" bearbeitet er die Themen Barrierefreiheit, Mobilität sowie Umwelt und Klimaschutz im ÖPNV. Nach seinem Studium an der Bergischen Universität Wuppertal mit Schwerpunkt Verkehrsplanung war er zunächst für das Planerbüro Südstadt in Köln im Bereich Verkehrsplanung und Barrierefreiheit tätig. Anschließend wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik zurück an die Bergische Universität Wuppertal. Seine Tätigkeit bei der STUVA begann er im April 2009. Er ist Mitglied der FGSV-Arbeitskreise 2.5.3 "Barrierefreie Verkehrsanlagen" und 1.1.10 "Nahmobilität" und engagiert sich im DIN-Ausschuss "Grundlagen zur barrierefreien Gestaltung/Accessibility". In Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität führt er Qualifizierungsmaßnahmen zum Auditor für Hauptverkehrsstraßen, Erschließungsstraßen und Ortsdurchfahrten durch. Das soeben in der Blauen Reihe des VDV erschienene Buch "Nachhaltiger Nahverkehr - Beiträge des ÖPNV zum Umwelt- und Klimaschutz" betreute er als verantwortlicher Projektleiter.






